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Der Fachkräftemangel im Handwerk steigt. Dieser Artikel zeigt, wie Digitalisierung im Handwerk für neue Mitarbeiter sorgt und wie sie langfristig bleiben.
Mehr als Zahlen - Das Problem Fachkräftemangel im Handwerk
Zahlreiche Betriebe suchen händeringend nach neuen Bewerbern, doch die neuen Talente scheinen nicht auffindbar zu sein. Um sich das völlige Ausmaß bewusst zu machen, muss man tiefer blicken, bis zur Ursache der Herausforderung.
Für viele Bewerberinnen und Bewerber geht es um einen ganz bestimmten Kern. Wichtig sind Werte, Sichtbarkeit und die entsprechende Führungskultur.
Viele junge Meister im Handwerk wollen nicht nur einen Job, der ihre Rechnungen bezahlt. Sie sehnen sich nach mehr. Mehr Gemeinschaft. Mehr Modernität. Mehr Sinn.
Tradition in der neuen Generation von Handwerkern
Junge Meister wünschen sich mehr Anerkennung in ihrem Beruf. Und das nicht nur von der Außenwelt, sondern auch intern. Die Kombination aus Sinnhaftigkeit und Entwicklung ist etwas, das vielen Betrieben zu fehlen scheint.
Dazu kommt, dass übliche und traditionelle Strukturen äußerst abschreckend wirken. Junge Menschen leiden unter fehlender Kommunikation und können auch mit starren Hierarchien nichts anfangen.
Sicher bleibt die Selbständigkeit im Handwerk nach wie vor sehr attraktiv. Man darf aber auch nicht vergessen, wie riskant diese sein kann. Insbesondere bei jungen und unerfahrenen Menschen fehlt es deshalb an Vorbildern und der entsprechenden Sicherheit.
Betriebe wollen nicht nur Fachkräfte finden. Sie wollen talentierte Menschen binden und “Quiet Quitting” bzw. eine innerliche Kündigung möglichst vermeiden. Aber wie soll das gelingen?

Eine neue Generation und ihre Vorstellungen
Es ist nicht zielführend den jungen Generationen wie Millennials und Gen Z Vorwürfe zu machen, schließlich sind sie die Zukunft des Arbeitslebens. Stattdessen sollte man sich die Frage stellen, wie man die jungen Talente verstehen kann, um ihnen das bieten zu können, was sie brauchen.
Über den Lohnzettel hinaus
Die jungen Fachkräfte wünschen sich mehr Flexibilität, eine klare und ehrliche Kommunikation sowie Weiterbildungsmöglichkeiten, die einen echten Unterschied machen.
Ihnen ist insbesondere der Sinn, der hinter der Arbeit steckt, wichtig. Zudem eine Arbeitsgemeinschaft, in der Teamgeist herrscht und die authentische Wertschätzung (auch von Vorgesetzten).
Auch bei der Digitalisierung im Handwerk erkennt man, dass es in dem jeweiligen Betrieb tatsächlich vorangeht. Praktische Tools wie beispielsweise eine Handwerker App mit Zeiterfassung für Mitarbeiter unterstreichen eine moderne und zeitgemäße Betriebsführung.
“Lehrjahre sind keine Herrenjahre” - dieses Sprichwort kennt noch der ein oder andere. Dabei geht es nicht nur darum, dass man klein anfangen muss und langsam Steigerung erlebt. Nein, vielmehr geht es auch darum, Fehler machen zu dürfen.
Noch immer sind viele Betriebe zu forsch und hart, wenn es um ihre Lehrlinge und Neulinge geht. Und wer will schon in einem Betrieb bleiben, in dem man sich gerade zu Beginn nicht wohlgefühlt hat?
Kommunikation auf Augenhöhe
Der wohl größte Unterschied der Generationen ist die Kommunikation. Die meisten alten Meisterinnen und Meister denken, dass sie eine Anweisung geben, die dann befolgt werden muss.
Doch die neue Generation hinterfragt viel und will Gegebenheiten nicht einfach hinnehmen. Bei ihnen steht Kommunikation unter dem Begriff “gemeinsamer Austausch”. Und das wird von vielen Älteren als Respektlosigkeit verstanden.
Die Lösung: Anstelle von Micromanagement wäre hier Mentoring von Vorteil - und das für beide Seiten. Junge Meister im Handwerk wollen nicht mehr einfach nur funktionieren. Sie wollen sich weiterentwickeln.
Deshalb ist für sie das Gehalt bei weitem nicht das ausschlaggebende Kriterium, um bei einem Betrieb zu bleiben. Vielmehr geht es um emotionale Sicherheit in Form von ehrlichem Feedback und Lob.
Wie gewinnt man Mitarbeiter für seinen Betrieb?
Wie man die richtigen Mitarbeiter findet
Die Frage, die nun aufkommt, ist: Wie findet man geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wie macht man auf sich aufmerksam?
Am besten funktioniert es mit authentischem Arbeitgebermarketing. Dabei zeigt man nicht nur das Perfekte des Berufs, man lässt andere an echten Alltagssituationen teilhaben. Mit einer Webseite für Handwerker schafft man Vertrauen. Social Media, kurze Videos, ehrliche Einblicke und eine übersichtliche Homepage für Handwerker zeigen ganz genau, wer in diesem Betrieb arbeitet und wie das Arbeitsleben aussieht.
Außerdem hilft auch das Sichtbarmachen in Netzwerken wie etwa der HWK (Handwerkskammer) oder bei Messen und lokalen Veranstaltungen. Persönliche Kontakte können dabei helfen, sich regional zu verknüpfen. Kooperationen mit Berufsschulen können eine hilfreiche Option sein.
Fördern statt suchen
Wenn man den Nachwuchs bewusst fördert, macht man automatisch auf sich aufmerksam. Mit der Organisation von Schülerpraktika, Workshops an Schulen oder Schnuppertagen werden junge Menschen dazu aufgefordert, direkt im Arbeitsleben mitzugestalten.
Wenn die Möglichkeit besteht, sollte man über die Unterstützung bei der Gründung eines Handwerksbetriebs nachdenken. Junge Talente interessieren sich dafür, was man nach der Ausbildung machen kann - vom Auszubildenden zum Meister im Handwerk und dann vielleicht zum Betriebsnachfolger?
Wie man Mitarbeiter langfristig halten kann
Wenn man das große Glück hat, bereits hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb zu haben, dann möchte man natürlich dafür sorgen, dass diese noch lange bleiben.
Digitale Tools wie beispielsweise eine moderne Werkzeugverwaltung oder eine Handwerker App mit Zeiterfassung signalisieren Modernität und Fortschritt. Anstelle von Papierchaos schaffen kluge Apps Vertrauen und die notwendige Transparenz.
Auch eine cloudbasierte Bau Kalkulationssoftware verbessert und vereinfacht Planungen - so bleibt kein Platz für Frust im stressigen Arbeitsalltag und man kann Büroarbeit auch remote erledigen. Durch moderne Optimierungen kann die Zusammenarbeit für alle verbessert werden.
Wie sieht es mit der Betriebs-Kultur aus?
Als Arbeitgeber besitzt man die Fähigkeit, die Betriebs-Kultur essentiell mitzugestalten. Priorisiert man die persönliche Wertschätzung und bietet zudem klare Entwicklungsoptionen (auch durch Weiterbildungen) an, so öffnet man auch Türen hinsichtlich offener Kommunikation. Das ist sehr wichtig, gerade bezüglich der mentalen Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Mitarbeiter jeden Alters wollen vor allem eins:
Sie wollen wissen, dass sie nicht einfach so austauschbar sind. Das gilt natürlich auch im Handwerk. Wichtiger ist es, dass sie sich als individuellen und unvergleichbaren Teil des großen Ganzen (Betriebs) sehen.
Extra-Tipp: Arbeitgeber, die sich authentisch geben und sich wirklich kümmern, werden automatisch weiterempfohlen.
Fazit - Die Zukunft für den Fachkräftemangel im Handwerk
Nicht jede Veränderung ist schlecht, deshalb lädt die Problematik des Fachkräftemangels im Handwerk zum positiven Wandel ein. Wer eine durchdachte Digitalisierung im Handwerk nutzt, bleibt dauerhaft attraktiv - auch für junge Generationen.
Zuhören, leiten und Vertrauen schaffen - diese Dinge sind es, die einen guten Arbeitgeber der heutigen Zeit ausmachen. Tradition und Innovation können Hand in Hand gehen, wenn Betriebe diese zukunftsfähig und mit Herz umsetzen.